Mit dem Wilhelm-Feuerlein-Forschungspreis prämiert die Oberberg Stiftung Matthias Gottschaldt gemeinsam mit der Deutschen Gesellschaft für Suchtforschung und Suchttherapie herausragende wissenschaftliche Arbeiten auf dem Gebiet der Forschung über substanzgebundene Abhängigkeiten, insbesondere Alkohol- und Medikamentenabhängigkeit.
Der Preis ist benannt nach einem der ersten und bis heute international führenden Experten für Alkoholismus und Suchtkrankheiten. Wilhelm Feuerlein war lange Jahre Direktor der Psychiatrischen Poliklinik des Max Planck Instituts. Sein Standardwerk „Alkoholismus – Missbrauch und Abhängigkeit. Eine Einführung für Ärzte, Psychologen und Sozialpädagogen“ ist erstmals 1975 erschienen, 2007 kam die 6. aktualisierte Auflage raus.
Mit dem Wilhelm Feuerlein Forschungspreis werden hervorragende Arbeiten auf dem Gebiet der Forschung über substanzgebundene Abhängigkeiten, inbesondere Alkohol- und Medikamentenabhängigkeit, prämiert. Die Bewerbungen sind nicht auf ÄrztInnen oder DiplompsychologInnen begrenzt. Auch Forschergruppen können ausgezeichnet werden. Die Arbeiten können den Fachgebieten Psychotherapie, Psychosomatik, Psychiatrie, Neurologie, Psychologie, Biochemie, Neurobiologie, Pharmakologie sowie der Präventions- und Rehabilitationsforschung entstammen.
Der Preis wird alle zwei Jahre verliehen und durch die Stiftungsvorsitzende Dr. Edda Gottschaldt auf Vorschlag eines unabhängigen Kuratoriums vergeben. Er wird geteilt in je eine Arbeit aus der Grundlagenforschung oder der Bevölkerungsepidemiologie und aus der Anwendungs- oder klinischen Forschung (inkl. Versorgungsepidemiologie) und ist mit je 4.000€ dotiert.
Der Wilhelm-Feuerlein-Forschungspreis 2010 wird im Rahmen des 3. Deutschen Suchtkongresses in Tübingen 22.-25.9.2010 verliehen. Die Bewerbungsfrist endete im März 2010.
Weitere Informationen unter www.dg-sucht.de
2007
Prof. Dr. Stefan Bleich
für seine wissenschaftlichen Arbeiten zur Rolle der
Epigenetik bei Alkoholabhängigkeit
Dr. sc.
hum. Sabine Löber
„Cue
exposure in the treatment of alcohol dependence: Effects on drinking outcome,
craving and self-efficacy“ und „The startle reflex in alcohol-dependent
patients – A pilot study“
Die Arbeitsgruppe von Prof. Dr. Karl-Jürgen Bär
„Heat rate
variability and sympathetic skin response in male patients suffering from acute
alcohol withdrawal syndrome“, „Reduced baroreflex sensitivity in acute alcohol
Withdrawal syndrome in abstained alcoholics“ und „Increased QT interval
variability index in acute alcohol withdrawal, but not in abstained alcoholics“
2005
Prof. Dr. Gunter Schumann
“Systematische Analyse der Bedeutung Prä- und
Postsynaptischer Glutamaterger Signaltransduktionsgene für die
Alkoholabhängigkeit beim Menschen.“
Dipl.-Psych. Dr. Henning Krampe als Vertreter der
Arbeitsgruppe von Prof. Dr. Dr. Hannelore Ehrenreich
„Therapist
Rotation – A New Element in the Outpatient Treatment of Alcoholism“ und
“Substantial Decrease of Psychiatric Comorbidity in Chronic Alcoholics Upon
Integrated Outpatient Treatment – Results of a Prospective Study.”
Dr. Tim Neumann als Vertreter der Arbeitsgruppe von Prof.
Dr. Claudia Spies
„The Effect
of Computerized Tailored Brief Advice on Risk Alcohol Drinking After
Subcritical Trauma.”
2002
Dr. Reiner Hanewinkel, Dr. Gudrun Wiborg
„Be smart – don’t start“ zur Primärprävention des Rauchens
Prof. Dr. Falk Kiefer
„Ergebnisse der Vergleichs- und Kombinationsstudie der in
der Rückfallprophylaxe der Alkoholabhängigkeit eingesetzten Medikamente
Acamprosat und Naltrexon“
2000
Prof. Dr. Andreas Heinz
„Die Rolle der serotonergen Funktionsstörung in der
Entstehung und Aufrechterhaltung der Alkoholabhängigkeit.“
Prof. Dr. phil. Ulrich John, Dr. Ulfert Hapke, Dr.
Hans-Jürgen Rumpf
„Häufigkeit alkoholbezogener Störungen in der
Krankenversorgung und Konsequenzen für die Behandlung alkoholabhängiger
Patienten in Deutschland.“
1998
Prof. Dr. Rainer Spanagel
„Präklinische Untersuchungen zur Wirksamkeit neuer
Anticravingsubstanzen und Rückfallprophylaxen bei Alkohol- und
Opiatabhängigkeit.“
1996
Prof. Dr. Lutz G. Schmidt, Dr. Thomas Sander
„Allelic
Association of a Dopamine Transporter Gene Polymorphism in Alcohol Dependence
with Withdrawal Seizures of Delirium“ und „Withdrawal Symptoms are Pronounced
in Alcoholics carrying the A9 Allele of the Dopamine Transporter Gene“
1994
Prof. Dr. Michael Soyka, Priv.-Doz. Dr. Claudia Ott
„Alkoholismus – Morphologische und psychopathologische
Aspekte eines mehrdimensionalen Problems“
Prof. Dr. Anil Batra, Tübingen
Dr. med. Heribert Fleischmann, Neustadt WN
Dr. Eva Hoch, Dresden (München)
Prof. Dr. Michael Klein, Köln
Dr. phil. Heinrich Küfner, IFT München
Prof. Dr. med. Karl Mann, Mannheim
Prof. Dr. med. Götz Mundle, Berlin
Dr. phil. Hans-Jürgen Rumpf, Lübeck