Symposien

Die Oberberg Stiftung veranstaltet Symposien zur Entwicklung und Förderung von Wandlungsprozessen "ansteckender" Gesundheit, innerer Werteorientierung und integraler Heilkunst.

 

Symposium Meditation & Wissenschaft 2010 Interdisziplinärer Kongress zur Meditations- und Bewusstseinsforschung

26.-27. November 2010 im Atrium der Deutsche Bank in Berlin

Vom 26.-27. November 2010 fand der von der Oberberg Stiftung Matthias Gottschaldt gemeinsam mit der Identity Foundation organisierte erste Interdisziplinäre Kongress zur Meditations- und Bewusstseinsforschung im Atrium der Deutschen Bank in Berlin statt. Wie wichtig und vor allem relevant diese erste interdisziplinäre Gesamtschau in Deutschland ist, zeigte sich an der starken Resonanz, die der Kongress fand, denn mit 500 Teilnehmern war die Veranstaltung restlos ausverkauft. Das Interesse war so groß, dass zum Anmeldungsende hin sogar vereinzelt Absagen erteilt werden mussten. Wir bitten ausdrücklich um Entschuldigung für entstandene Unannehmlichkeiten und werden die Organisation des bereits geplanten nächsten Kongresss  optimieren.

Der nächste Kongress „Meditation & Wissenschaft 2012“ wird am 16./17. November 2012 in Berlin stattfinden.

Die Vortragsfolien des Kongresses sind online hier verfügbar. Die Vorträge als Audio und Video werden dort  ebenfalls kostenlos zur Verfügung gestellt.

Zu einigen Pressestimmen und zur Bildergalerie gelangen Sie hier.

Ein Meilenstein der Bewusstseinsforschung
Seit mehreren Jahrzehnten tastet sich die akademische Bewusstseinsforschung an das Thema Meditation heran und eruiert, welche grundlegenden Prinzipien und Wirkungsweisen für die in den verschiedenen spirituellen und kulturellen Traditionen vermittelten Achtsamkeitspraktiken zentral sind. Die zahlreichen renommierten Wissenschaftlern des Kongresses zeigten in ihren Beiträgen auf, wie Neurowissenschaften, Psychologie, Medizin, Philosophie und Religionswissenschaft aus ihren unterschiedlichen Blickwinkeln eine Gesamtperspektive entwickeln, die sowohl der mystischen Dimension spiritueller Praxis gerecht wird als auch Wege aufzeigt, die positiven Wirkungen von Meditation im Rahmen eines rational-modernen Welt- und Menschenbildes zu integrieren.

So beschrieb Prof. Dr. Dieter Vaitl (Direktor des Bender Institute of Neuroimaging der Universität Gießen), wie die Wissenschaft in den letzten Jahrzehnten mit zahlreichen Grundlagenstudien eine Brücke baute zur Objektivierung spiritueller Phänomene. Dr. Ulrich Ott (Bender Institute of Neuroimaging, Universität Gießen) und Dr. Britta Hölzel (Massachusetts General Hospital and Harvard Medical School, Boston) zeigten auf, welche nachweisbaren Spuren Meditation im Gehirn hinterlässt. Prof. Dr. med. Tobias Esch (Studiengang der Integrativen Gesundheitsförderung, Hochschule Coburg, Neuroscience Research Institute, State University of New York), Prof. Dr. med. Götz Mundle (Ärztlicher Geschäftsführer Oberbergkliniken und Chefarzt der Oberbergklinik Berlin/Brandenburg) und Prof. Dr. Stefan Schmidt (Leiter der Akademischen Sektion Komplementärmedizinische Evaluationsforschung, Universitätsklinikum Freiburg) beleuchteten medizinische Wirkungen von Meditation, die von der Stärkung des Immunsystems vermittels zellulärer Mechanismen über die Verbesserung der Resilienz bei chronischen Schmerzpatienten bis hin zur Entwicklung innovativer Therapiekonzepte bei der Behandlung in Feldern wie Sucht und Burn-out reichen.

Der Philosoph Prof. Dr. Thomas Metzinger (Philosophisches Seminar der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz) und der Religionswissenschaftler Prof. Dr. Michael von Brück (Ludwig-Maximilians-Universität München, Interfakultärer Studiengang Religionswissenschaft) unterzogen die Bewusstseinstheorien der spirituellen Traditionen einer kritischen Betrachtung und zeigten neue Verstehensperspektiven auf, die es ermöglichen, Meditation als konstruktive Kulturtechnik in die alltägliche Lebenswelt zu integrieren. Prof. Dr. Tania Singer (Max-Planck-Institut für Kognitions- und Neurowissenschaften, Leipzig) griff diesen Faden mit ihren Forschungen zur Empathieentwicklung auf und illustrierte die Relevanz von Einfühlung und Mitgefühl in modernen Gesellschaften. Auch Prof. Dr. Dr. phil. Harald Walach (Institut für Transkulturelle Gesundheitswissenschaften, Europa Universität Viadrina, Frankfurt Oder) spannte einen Bogen zur Praxis und stellte zwei Projekte vor, welche die positiven Impulse von Meditation beim Stressmanagement in Universität und Arbeitswelt illustrierten.

Dr. Peter Malinowski (School of Natural Sciences and Psychology, Liverpool John Moores University, Liverpool, UK) schließlich plädierte für ein neues Konzept des Wohlergehens, das psychische Balance nicht allein an der Abwesenheit von seelischen Störungen festmacht, sondern Achtsamkeitspraktiken als Weg zur Entfaltung des vollen menschlichen Potenzials positioniert. Den Weg zur Praxis wies der Benediktiner und Zen-Meister Willigis Jäger ganz konkret mit der von ihm entwickelten Perspektive der West-Östlichen Weisheit, die sich als Übungsweg versteht, der Mystik und Alltag konstruktiv verbindet.

In der von Gert Scobel moderierten Panel-Diskussion, an der neben den Wissenschaftlern auch der Journalist Ulrich Schnabel (Die Zeit) teilnahm, der seit Jahren die Meditationsforschung aus einer Metaperspektive publizistisch begleitet, zeigte sich, wie sich die Impulse der verschiedenen Fachdisziplinen zu einem Gesamtbild verdichten und gesellschaftliche Geltungskraft beanspruchen.

Dr. med. Edda Gottschaldt (Medizinische Leiterin Oberbergkliniken, Stifterin Oberberg Stiftung Matthias Gottschaldt, Gründerin Oberberg Akademie) vertrat als Ärztin die praktische Seite der Meditation und die der Gefühle. Sie stellte die Anerkennung dessen, was ist in den Fokus, verlangte unangenehme Dinge anzuschauen und anzunehmen bevor Heilung geschehen könne. So könne man zu einer nüchternen Erkenntnis der Welt kommen. Man gehe aus der Wertung heraus und nehme die Welt so, wie sie ist.

Übersicht Redner Meditation & Wissenschaft 2010
Prof. Dr. Dieter Vaitl
Director Bender Institute of Neuroimaging, Universität Gießen

Dr. Ulrich Ott
Bender Institute of Neuroimaging, Universität Gießen

Prof. Dr. med. Tobias Esch
Hochschule Coburg, Neuroscience Research Institute, State University of New York

Prof. Dr. Tanja Singer
Max-Planck-Institut für Kognitions- und Neurowissenschaften, Leipzig

Dr. Peter Malinowski
School of Natural Sciences and Psychology, John Moores University, Liverpool

Dr. Britta Hölzel
Massachusetts General Hospital und Harvard Medical School, Boston, USA

Willigis Jäger
Benediktiner und Zen-Meister, Willigis Jäger Stiftung

Prof. Dr. Stefan Schmidt
Leiter der Akademischen Sektion Komplementärmedizinische Evaluationsforschung, Universitätsklinikum Freiburg

Dr. med. Edda Gottschaldt
Medizinische Leiterin der Oberbergkliniken, Stifterin der Oberbergstiftung, Gründerin der Oberberg Akademie

Prof. Dr. med. Götz Mundle
Ärztlicher Geschäftsführer der Oberbergkliniken und Chefarzt der Oberbergklinik Berlin/Brandenburg

Prof. Dr. Dr. phil. Harald Walach
Institut für Transkulturelle Gesundheitswissenschaften Europa Universität Viadrina, Frankfurt

Prof. Dr. Thomas Metzinger
Philosophisches Seminar der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz

Prof. Dr. Michael von Brück
Ludwig-Maximilians-Universität München

Paul J. Kohtes
Management-Coach, Zen-Lehrer

Ulrich Schnabel
Journalist, Die ZEIT

Eröffnungssymposium der Oberbergklinik Weserbergland – Therapie und Selbstheilung

1. Mai 2010 in der Oberbergklinik in Extertal-Laßbruch

Mit einem Symposium, eingebettet in ein feierliches Rahmenprogramm, wurde der Neubau der Oberbergklinik Weserbergland eröffnet. Dr. med. Edda Gottschaldt, medizinische Leiterin der Oberbergkliniken, Dr. med. Bernd van Husen von der Ärztekammer Westfalen Lippe und Dr. med. Hermann Paulus, Chefarzt der Oberbergklinik Weserbergland, begrüßten die Fachleute, interessierte Patienten und Freunde.

In dem wissenschaftlichen Teil wurden Vorträge zu dem Thema „Therapie und Selbstheilung“ gehalten.

Prof. Dr. med. Karl Mann vom Lehrstuhl für Suchtforschung an der Universität Heidelberg hielt einen Vortrag zu Alkoholismustherapie zwischen motivierender Gesprächsführung, medikamentöser Rückfallprophylaxe und stationärer Entwöhnungsbehandlung;

Prof. Dr. med. Jürgen Fritze, Gesundheitspolitischer Sprecher der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Nervenheilkunde, sprach über das Risiko Arztberuf;

Dr. med. Hermann J. Paulus erläuterte die Moderne Depressionstherapie zwischen medikamentöser Behandlung und Psychotherapie und

Prof. Dr. Tobias Esch, Integrative Gesundheitsförderung Hochschule Coburg, referierte über Achtsamkeit – die natürlichste Form der Selbstheilung.

Zahlreiche Gäste aus Wissenschaft, Medizin und Politik folgten der Einladung, sich in der hellen und großzügig geschnittenen Klinik umzuschauen. Die schlichte und elegante Architektur der Klinik und der mit sanften Hügeln, Obstbäumen und Springbrunnen gestaltete Garten fügen sich harmonisch in die Umgebung des Weserberglandes ein. 

In dem offenen Eingangsbereich liegt der „Raum der Stille“, der einen zentralen Ort der Klinik bildet. In dem runden in warmen Tönen gehaltenen Raum können die Patienten meditieren und zu sich selber kommen. Zen-Meister Willigis Jäger vom Benediktushof Holzkirchen weihte den Raum ein und wünschte seinen Nutzern, dass sie hier ihre innere Ruhe wiederfinden.

Ein kulturelles Rahmenprogramm und kulinarische Köstlichkeiten aus den Oberberg Küchen rundeten den Eröffnungstag ab.

Symposium Endogene Ekstase im Spiegel der Wissenschaft

26.-28. März 2010 im Benediktushof in Holzkirchen

Ekstase ist in jedem von uns angelegt und durch spirituelle Praktiken für jeden von uns erweckbar. Gefühle wie Glück, Einheit und Verbundenheit werden in ekstatischen Zuständen für Therapeuten und Patienten erlebbar und sind ein wichtiger Teil des Gesundungsprozesses jedes Patienten und Therapeuten. Doch welche körperlichen Vorgänge stecken hinter der eigenen Erfahrung der Ekstase? Und gibt es Möglichkeiten, die endogene Ekstase für uns Therapeuten und unsere Patienten nutzbar werden zu lassen? Diese und andere Fragen wurden auf dem zweitägigen Symposium im Benediktushof beantwortet.

Neuere wissenschaftliche Untersuchungen können den Brückenschlag zwischen der individuellen Erlebniswelt und den zugrundeliegenden körperlich biochemischen Vorgängen der endogenen Ekstase als Spiegelbilder eines tieferen Ursprungs beschreiben und in Ansätzen erklären.

Mit Vorträgen über den aktuellen wissenschaftlichen Forschungsstand zur „endogenen Ekstase“ und durch praktische Übungen vermittelten die Dozenten Kompetenz für die Arbeit im therapeutischen Alltag. Mehr als 80 Teilnehmer, überwiegend Psychologen und Psychotherapeuten, kamen zum Benediktushof.

Die Referenten:

Prof. Dr. med. Tobias Esch

Studiengang der Integrativen Gesundheitsförderung, Hochschule Coburg, Neuroscience Research Institute, State University of New York

Dr. med. Edda Gottschaldt

Gründerin und medizinische Leiterin der Oberberg Stiftung

Willigis Jäger

West-Östliche Weisheit – Willigis Jäger Stiftung

Prof. Dr. med. Götz Mundle

Ärztlicher Geschäftsführer Oberbergkliniken

Christiane und Dr. Guido Peltzer

Fachärzte für Psychotherapeutische Medizin, Psychiatrie und Psychotherapie

Dr. Alexander Poraj

Spiritueller Leiter Benediktushof Holzkirchen

Symposium Horizonte öffnen - 25 Jahre Oberberg von der Psychosomatik zur integralen Heilkunst

4. April 2009 im Atrium der Deutschen Bank, Berlin

Am 4.4.2009 veranstaltete die Oberberg Stiftung Matthias Gottschaldt im Atrium der Deutschen Bank das sehr gut besuchte und von den Zuhörern begeistert aufgenommene Symposium „Horizonte öffnen – 25 Jahre Oberberg - von der Psychosomatik zur Integralen Heilkunst“.

Über 400 geladene Gäste ließen sich von den teils persönlich sehr berührenden Präsentationen der international renommierten Referenten inspirieren. Die positiven Rückmeldungen zahlreicher Teilnehmer bestätigte die Intention der Veranstaltung, wissenschaftliche Forschung, persönlich emotionale Ansprache und festliche Würdigung der 25-jährigen Firmengeschichte erfolgreich zu vereinen. In den Pausen konnte die mit einem tosenden Beilfall honorierte und von Köchen der Oberbergkliniken zubereitete hervorragende Küche nach neuestem Stand der Ernährungsmedizin genossen werden.

Informative und emotional anregende Vorträge aus Suchtmedizin, Psychosomatik, Spiritualität und Meditation bildeten den Spannungsbogen, der die 25-jährige Firmengeschichte von Oberberg widerspiegelt.

Dr. Edda Gottschaldt, Stiftungsvorsitzende der Oberberg Stiftung Matthias Gottschaldt und medizinische Führung der Oberbergkliniken eröffnete die Veranstaltung mit einem Vortrag über die 25-jährige Firmengeschichte und die Weiterentwicklung des medizinischen Konzeptes.

Prof. Dr. Tobias Esch stellte die Referenten vor und führte mit einer lebendigen Moderation durch die gesamte Veranstaltung.

Prof. Dr. Franz-Theo Gottwald von der Schweisfurth Stiftung begann die Vortragsreihe mit dem Thema „Achtsamkeit und die Entwicklung moralischen Bewusstseins.

Dr.Ulrich Ott und Prof. Dr. Harald Walach stellten die wissenschaftlich belegten positiven Effekte von Meditation und achtsamkeitsbasierten Psychotherapieverfahren vor.

Die Klangmeditation „Evokation“ von Peter Heindl ließ die Zuhörer dieses auch praktisch erfahren.

Prof. Danah Zohar berührte mit einem sehr persönlich gehaltenen Vortrag zum Thema Spiritualität in der Psychosomatik das Publikum.

Prof. Dr. Götz Mundle stellte mögliche Wege der praktischen Umsetzung integraler Heilkunst in den Oberbergkliniken vor.

Dr. Eckart von Hirschhausen begeisterte das Publikum als Co-Moderator und Referent mit seinen Ausführungen zu den medizinisch-therapeutischen Aspekten von Humor.

Der „spirituelle“ Schirmherr der Oberberg Kliniken Willigis Jäger beende die Veranstaltung mit einer Meditation zur heilenden Kraft unseres tiefsten Wesens.

Symposium: Seelische Gesundheit im Gesundheitswesen

15. März 2008

Aufgrund der großen Nachfrage musste die Veranstaltung kurzfristig verlegt werden in das Atrium der Deutschen Bank, Unter den Linden in Berlin.

Dort hießen Dr. Edda Gottschaldt und Prof. Dr. Götz Mundle die vielen Gäste herzlich willkommen und stellten ihnen die international anerkannten Referenten vor.

Willigis Jäger vom Benediktushof Holzkirchen erklärte die „heilende Kraft unseres tiefsten Wesens“ und leitete die Gäste in einer „Übung der Stille“ an.

Prof. Marsha Linehan reiste extra aus den USA an und stellte die von ihr entwickelte Behandlungsmethode für Borderline-Persönlichkeitsstörungen, die Dialektische Behaviorale Therapie (DBT), vor.

Der schweizer Unternehmer Hans Jecklin berichtete über „Werteorientiertes Handeln in der Wirtschaft“ und zeigte auf, dass Unternehmertum nicht im Widerspruch zur gelebten spirituellen Haltung steht, sondern sogar ein Erfolgsfaktor ist.

Aus Wien kam Prof. Michael Musalek und hielt einen Vortrag über „Postmoderne Suchttherapie – von der evidence-based zu einer human based Medizin“.

Prof. Johannes Siegrist von der Universität Düsseldorf berichtete über „Werteorientierte Gratifikationssysteme im Gesundheitswesen“ und

Dr. Edda Gottschaldt und Prof. Götz Mundle stellten den praktischen Bezug her mit ihrem Vortrag „Seelische Gesundheit – ein Paradigmenwechsel im Gesundungsprozess und die therapeutischen Konsequenzen für die Oberbergkliniken“.

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