Die Stiftung im Wandel

Dr. Edda Gottschaldt übernahm 1998 nach dem tragischen Unfalltod ihres Mannes Prof. Dr. Matthias Gottschaldt die Leitung der Oberbergkliniken und gründete die Oberberg Stiftung Matthias Gottschaldt*. Im Sinne des Verstorbenen engagierte sich die Stiftung zunächst für den Fortschritt in Suchtforschung und Therapie, damit Sucht nicht als stigmatisierende Erkrankung, sondern als Chance zur konstruktiven persönlichen Weiterentwicklung gesehen wird. Kontinuierlich hat Dr. Edda Gottschaldt das Konzept zur Integralen Heilkunst weiterentwickelt, in der mit größtmöglicher Achtsamkeit „ansteckende“ Gesundheit erforscht, gelehrt und gelebt wird.

In dieser geistigen Grundhaltung schlägt die Oberberg Stiftung Matthias Gottschaldt eine Brücke von der Pathogenese, der reinen Ausrichtung auf die Krankheit selbst, hin zur Salutogenese, also der Entwicklung, Förderung und Erhaltung von Gesundheit. Nach dem Modell der Salutogenese sind Wandlung und Veränderung das bestimmende Element der menschlichen Existenz. Die Krankheitssymptome stellen den Beginn der Bewusstwerdung der eigenen Persönlichkeit dar, die seelische Gesundheit ist Motor und Zielpunkt dieses Prozesses.

Die Oberberg Stiftung Matthias Gottschaldt entwickelt, unterstützt und untersucht innovative Konzepte Integraler Heilkunst. In Expertenrunden und Symposien, u.a. zu den Themen „Ärztegesundheit“, „Ernährung“ oder „Salutogenese“ wird Wissen über die neuesten Entwicklungen aus Wissenschaft und Forschung von führenden Experten zusammengetragen und publiziert.

Darüber hinaus wird alle zwei Jahre der Wilhelm-Feuerlein-Forschungspreis verliehen, mit dem wissenschaftliche Arbeiten über Abhängigkeitserkrankungen, Depression, Angst und Persönlichkeitsstörungen gefördert werden.

So erwarb sich die Stiftung in den Jahren nach ihrer Gründung ein hohes Maß an Anerkennung. Sie versteht sich als Anreger und Initiator und wird in ihren Anliegen von bedeutenden Persönlichkeiten des wissenschaftlichen und öffentlichen Lebens unterstützt.

Die gemeinnützige Stiftung ist benannt nach dem Mann, der durch einen offensiven und ehrlichen Umgang mit seiner eigenen Alkoholabhängigkeit für viele ein positives Leitbild war. Sucht war für Prof. Dr. Matthias Gottschaldt keine stigmatisierende Erkrankung, sondern eine Chance zur konstruktiven persönlichen Weiterentwicklung.

*1998 wurde die Stiftung unter dem Namen „Prof. Dr. Matthias Gottschaldt Stiftung“ gegründet. Ab 2004 trug sie den Namen „Deutsche Suchtstiftung Matthias Gottschaldt“, bis sie im Zuge der inhaltlichen Weiterentwicklung im Juli 2009 in Oberberg Stiftung Matthias Gottschaldt umbenannt wurde .

Aktivitäten der Deutschen Suchtstiftung Matthias Gottschaldt / Broschüre 2008

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